//LVB-Mitarbeiter*innen werden zu Design Thinkern

LVB-Mitarbeiter*innen werden zu Design Thinkern

2019-07-12T12:37:20+01:0030. Januar 2019|

„Der Empfänger bestimmt die Botschaft“ –  der beliebte Satz vieler Kommunikationswissenschaftler*innen lässt sich auch in andere Bereiche übertragen. Wir sagen: „Der Nutzer bestimmt seine Bedürfnisse“. Denn die Nutzer*innen, unsere Kolleg*innen bei den Leipziger Verkehrsbetrieben, stehen im Fokus des Projektes MADAM.

Mit Hilfe von Lego entwickeln die Moderator*innen den perfekten Pausenraum. Foto: LVB

Um die Bedürfnisse der Zielgruppe besser identifizieren zu können, haben wir uns dazu entschlossen, Design Thinking als grundlegende Methode zu nutzen, um unsere Fragestellungen zu bearbeiten. Viele unser Mitarbeiter*innen arbeiten schon sehr lange bei uns und das Unternehmen profitiert von ihrer jahrelangen Erfahrung. Wie in vielen kommunalen Betrieben, ist ihr Alltag von Routine und stark regulierten Prozessen geprägt und den Spruch „das wurde doch schon immer so gemacht“ hört man öfters. Die neuen Kolleg*innen stehen oft vor vielen Herausforderungen. Einerseits müssen sie schnell das komplexe und große Unternehmen und seine Prozesse kennen lernen, anderseits werden sie mit einer jahrelang geformten Unternehmenskultur konfrontiert. Die Kommunikation sowie die Gestaltung der eigenen Arbeit und der Zusammenarbeit mit Kolleg*innen, in Hinblick auf orts- und zeitflexibles Arbeiten, verlangen stets Verbesserungen und Veränderungen. Aber wie können wir die Veränderung so gestalten, dass keiner auf der Strecke bleibt?

Am besten gemeinsam!

Im Januar 2019 haben wir deshalb für zwölf Mitarbeiter*innen aus sehr unterschiedlichen Bereichen wie Werkstatt, Fahrservice, IT, Personal und Logistik eine Ausbildung zu Design Thinking Moderator*innen organisiert. Die Teilnehmer*innen des Projektes, haben sich eine Woche intensiv mit der Methode beschäftigt und gemeinsame Ideen entwickelt. Sehr schnell wurde allen klar, wie anders die erarbeiteten Lösungen sein können, wenn die Teams interdisziplinär zusammengesetzt sind.

Prototyp eines Job-Automaten, eins der Ergebnisse der Design Thinking Ausbildung. Foto: LVB

Durch die Entwicklung einer typischen Mitarbeiters kann man sich leichter in eine Zielgruppe „einfühlen“ und ihre Sichtweise verstehen. Foto: LVB

Wie oft behaupten wir, besser zu wissen, was die anderen wollen oder meinen?

Design Thinking ist eine Methode, die die Nutzer*innen in den Fokus stellt. Sie erlaubt uns, die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer*innen kennenzulernen, indem sie vorgibt, dass wir uns mit seinem Umfeld, seinen Aktivitäten und Eigenschaften beschäftigen. Sie bringt uns bei, wie wir auf eine kreative Art und Weise die Zielgruppe besser verstehen können. Durch einen Perspektivenwechsel lernen wir die Welt aus den Augen unserer Zielgruppe zu sehen.

Die frisch ausgebildeten Moderator*innen arbeiten seit dem Beginn des Projektes engagiert mit und sind zu internen Design Thinking Botschafter*innen geworden. Sie helfen uns dabei, die Bedürfnisse der Kolleg*innen bei der LVB zu erfassen und sorgen dafür, dass keiner auf der Strecke bleibt. Eine solche Ausbildung ist für alle Unternehmen empfehlenswert, die Veränderungsprozesse gestalten wollen.

Danke, unsere Moderator*innen! Ihr seid eine große Bereicherung für das Projekt.

Prototyp eines Suppomaten (Suppen-Automat), welcher auf Wunsch der Fahrer*innen im Rahmen der Ausbildung entworfen wurde. Foto: LVB

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