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Projekt „MADAM“2019-06-20T12:45:36+02:00

Mobile Arbeit wird digital,
digitale Arbeit wird mobil

Im Projekt „MADAM“ werden bei den Leipziger Verkehrsbetrieben innovative Gestaltungslösungen für digital-mobile Arbeit beim Fahrpersonal sowie bei der Büroarbeit entwickelt.

Die Entwicklung von innovativen Konzepten digital-mobiler Arbeit erfolgt im Projekt MADAM hochgradig partizipativ durch Einbezug verschiedener Beschäftigungsgruppen. In drei Teilprojekten werden sich interdisziplinäre Projektteams, die sich aus Mitarbeiter*innen der LVB zusammensetzen, den konkreten Fragestellungen widmen:

Mobile Arbeit wird digital (Teilprojekt 1)

Es geht einerseits darum, die bislang mobil und gleichzeitig isoliert arbeitenden Fahrer*innen zum Beispiel mithilfe einer Tabletanwendung digital zu vernetzen, um sie damit stärker in die betrieblichen und sozialen Prozesse zu integrieren. Dadurch soll die Kommunikation untereinander sowie mit Führungskräften und Betriebsrat verbessert und ihre betriebliche Teilhabe insgesamt gestärkt werden.

Digitale Arbeit wird mobil (Teilprojekt 2)

Auf der anderen Seite soll Beschäftigten mit kaufmännischen bzw. administrativen Aufgaben über die vorhandenen Teilzeit- und Telearbeitsoptionen hinaus ein stärker selbstbestimmtes, orts- und zeitflexibles digital-mobiles Arbeiten ermöglicht werden. Damit soll die Arbeitszufriedenheit und Mitarbeiterbindung insgesamt erhöht sowie die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben vor allem für Beschäftigte mit Betreuungsverpflichtungen verbessert werden.

Führung und Qualifizierung (Teilprojekt 3)

Aufbauend auf die Lösungen, die in den Teilprojekten 1 & 2 entstehen, werden im dritten Teilprojekt Qualifizierungskonzepte entwickelt, mit denen die Mitarbeiter*innen und ihre Führungskräfte zur digital-mobilen Interaktion und Führung befähigt werden. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um die Chancen digital-mobiler Arbeit nachhaltig zu erschließen und gleichzeitig ihre Risiken zu minimieren.

Die Teilprojekte des Projekts MADAM, eigene Darstellung

Die für die Erreichung dieser Ziele erforderlichen Gestaltungslösungen werden im Rahmen eines Experimentier- und Lernraumprojekts partizipativ unter Einbindung aller relevanten betrieblichen Stakeholder (Mitarbeiter*innen, Führungskräfte, Betriebsrat, Personalbereich) entwickelt. Der Entwicklungsprozess richtet sich nach dem Design-Thinking“-Ansatz.

Der Design-Thinking-Prozess laut Detecon International, 2019

Durch die Methode ist ein gleichermaßen lösungsorientiertes wie hochgradig partizipatives Vorgehen gesichert. In dem iterativen Prozess werden in bereichsübergreifenden und themenspezifischen Arbeitsgruppen Lösungen ziel-gerichtet erarbeitet, experimentell erprobt und in mehreren Lernschleifen optimiert.

Das Projekt berücksichtigt bei der Entwicklung sozialer Innovationen die besonderen Rahmenbedingungen und Herausforderungen kommunaler Verkehrsbetriebe in Digitalisierungsprozessen. Das Vorhaben ist damit ein Leuchtturmprojekt für eine gute, innovative und passgenaue Gestaltung der digitalisierten Arbeitswelt in den rund 2.000 kommunalen Unternehmen mit ihren ca. 500.000 Beschäftigten.

  • Projektleitung:
    Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH, Georgiring 3, 04103 Leipzig

  • Projektpartner:
    INPUT Consulting – Gemeinnützige Gesellschaft für Innovationstransfer, Post und Telekommunikation mbH, Theodor-Heuss-Straße 2, 70174 Stuttgart

  • Projektlaufzeit: 01.11.2018 – 31.10.2021

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