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„Ich hoffe, dass wir mit den Lösungen überraschen werden“

2020-04-02T11:19:32+02:002. April 2020|
  • Interview mit Dirk Lebe (Mitglied des Steuerungsteams)

  • Ist bei den Leipziger Verkehrsbetrieben tätig als:
    Unternehmensjurist (seit 3 Jahren)

  • Beschäftigt sich im Projekt MADAM mit der Fragestellung:
    Mobilisierung digitaler Arbeit

  • Persönliches Motto:
    Das nötige an der richtigen Stelle und zur richtigen Zeit tun. Das ist Lebenskunst.

Was machst du bei der LVB und wie lange bist du schon dabei?

Ich bin seit 3 Jahren bei der LVB als Unternehmensjurist beschäftigt. Meine Abteilung ist für das Forderungs- und Vertragsmanagement sowie den Datenschutz zuständig. Zusätzlich prüfe ich auch Verträge für die anderen Fachabteilungen und bin Ansprechpartner für vergabe- und arbeitsrechtliche Fragen.

Was ist deine Rolle im Projekt MADAM und warum arbeitest du im Projekt mit?

Ich habe 2 Rollen in MADAM. Die erste ist, dass ich Mitglied des Steuerungsteams bin und viele organisatorische Fragen kläre. Als zweites führe ich in den Workshops als Design Thinking Moderator durch die Methode, mit dem Ziel gute Ergebnisse vorweisen zu können.

Ihr wurdet mit Mitarbeitern aus unterschiedlichen Abteilungen und Hierarchieebenen zu einen Team zusammengewürfelt. Wie habt ihr euch als Team gefunden?

Der Design Thinking Ansatz an sich hat uns in der ersten Phase sehr geholfen uns als Team zu finden. Es gibt verschiedene Methoden, wie man so ein Team zusammenführen kann und mittlerweile sind wir ein gut funktionierendes und harmonisiertes Team geworden.

Mit welchen Themen beschäftigst du dich in MADAM? Welches Thema/ Themen sind dir besonders wichtig? Was erhoffst du dir von dem Projekt? Was möchtest du erreichen?

Ich beschäftige mich speziell damit, wie wir die Arbeitsverhältnisse der Kolleg*innen mit Kundenkontakt zeit- und ortsflexibler gestalten können. Das Thema finde ich sehr spannend. Denn gerade bei dieser Zielgruppe hat man immer nur das Bild vor Augen, das sie nicht weg können vom Arbeitsplatz, weil sie immer am Kunden dran sein müssen. Aber ich denke, dass es hier doch Lösungsmöglichkeiten gibt. Die meisten Beschäftigen, die wir aus dem Bereich befragt haben, konnten sich tatsächlich gar nicht vorstellen, dass man auch anders arbeiten kann. Ich hoffe, dass wir sie mit den Lösungen überraschen werden und diese wirklich auch eine Erleichterung für sie darstellen. Auch diese Zielgruppe sollte die Möglichkeit haben, freier zu entscheiden wann und/oder wo sie wie ihre Arbeit macht.

Was hast du bei MADAM gelernt?

Zwei Dinge. Persönlich habe ich gelernt, zu moderieren und Workshops zu gestalten. Dazu hatte ich vorher noch keine Gelegenheit gehabt. Das ist eine tolle Erfahrung für einen selbst und schult das eigene Selbstbewusstsein und -vertrauen. Am Anfang fand ich das Moderieren ungewohnt. Aber es fiel mir von Mal zu Mal leichter und man bekommt eine gewisse Routine, was mich gestärkt hat

Als zweites denke ich, dass für alle Projektmitglieder der Austausch mit Kollegen aus anderen Abteilungen einen großen Vorteil mit sich gebracht hat. Man ist jetzt viel besser vernetzt und man weiß auch viel mehr über die anderen Arbeitsbereiche und deren Aufgaben. Auch ich natürlich. Wenn ich etwas für meine Arbeit wissen will, weiß ich jetzt gezielter wen ich ansprechen kann und das spart viel Zeit und fördert den Austausch untereinander.

Im Projekt arbeiten wir mit agilen Methoden, die mehr Freiheit und Gestaltungsspielräume zulassen. Wie gehst du damit um?

Das war für uns alle etwas neues. Wir mussten uns erst mal als Team finden und festlegen, was agiles Arbeiten für uns, unter Beachtung des wissenschaftlichen Ansatzes, bedeutet. Ich denke, das ist ein Lernprozess und es braucht seine Zeit bis das „agile Mindset“ verinnerlicht und in den normalen Arbeitsalltag integriert wird.

Was für eine Bilanz ziehst du für dich nach über 1,5 Jahren MADAM?

Ich denke jeder der in MADAM mitarbeitet, kann viel daraus mitnehmen. Ob es das Erlernen der Methode ist, ein besseres Verständnis dafür, wie das Unternehmen funktioniert oder die bessere Vernetzung. Unabhängig von den Ergebnissen die dann am Ende des Prozesses stehen, hat das Unternehmen dadurch schon sehr viel Nachhaltiges gewonnen.

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