//„Rollen muss es“

„Rollen muss es“

2020-01-29T15:52:45+02:0028. Januar 2020|
  • Interview mit Till Schüler (MADAM Projektmitglied) – Teil 1

  • Ist bei den Leipziger Verkehrsbetrieben tätig als:
    Anwendungsbetreuer mobile Endgeräte im Fahrservice & Fahrer für Qualitätssicherung
    (seit 1989 bei den Leipziger Verkehrsbetrieben)

  • Beschäftigt sich im Projekt MADAM mit der Fragestellung:
    Wie kann die Kommunikation und Beteiligung im Fahrpersonal verbessert werden?

  • Persönliches Motto:
    Rollen muss es

Was machst du bei der LVB?

Ich kümmere mich um den Gesamtbestand der MEGGIEs (Mobiles Endgerät für geschäftliche Informationen und Entertainment) für Bus und Straßenbahnen. Aktuell sind wir bei 1.500 Geräten, die es zu betreuen gibt. In der zweiten Hälfte meiner Tätigkeit bin ich Fahrer für Qualitätssicherung. Ich kümmere mich um das Backoffice der FQS (Fahrer für Qualitätssicherung) Bus, kümmere mich um die ganzen organisatorischen Sachen, Datenbanken, Termine etc. Ursprünglich bin ich 1989 als Busfahrer eingestellt wurden, dann habe ich viele Stationen des Unternehmens durchlaufen. Ich war Dienstzuteiler, Verkehrsdisponent und ähnliches.

Woran arbeitest du in MADAM?

Bei MADAM bin ich im Teilprojekt eins, wo wir uns mit Lösungen für das Fahrpersonal beschäftigen. Wir überlegen beispielsweise, wie wir MEGGIE noch besser machen können oder die Technologie auf andere Bereiche übertragen können. In den letzten Monaten haben wir Beobachtungen und Interviews vor allen mit Personen aus dem Fahrservice durchgeführt. Die Beobachtungen und Interviews habe ich zu zweit mit Kolleg*innen aus der Verwaltung durchgeführt, die nicht so eng mit den Fahrerinnen und Fahrern zusammenarbeiten. Dadurch konnte mein Interviewpartner unbefangene Fragen stellen und ich habe dokumentiert. Das Vokabular und die Abkürzungen sind sehr speziell im Fahrdienst. Deshalb war die Aufteilung für uns sehr günstig.

Wie waren die Ergebnisse der Interviews für dich?

Sehr spannend. Im Wesentlichen haben sie sich mit den Dingen gedeckt, die ich auch schon vermutet habe. Interessant war manch unterschiedliche Sichtweise auf gleiche Probleme z.B. wenn es um die Nutzung von MEGGIE in den Pausenräumen ging. Der eine Fahrer sagt, es werden durch MEGGIE mehr betriebliche und technikbasierte Themen besprochen als vorher. Die Fahrer*innen würden während der Pause ins MEGGIE schauen und sich dann darüber unterhalten. Der andere Fahrer wiederum meint, die Kommunikation leidet, weil alle nur noch auf das MEGGIE schauen.

Ich persönlich finde es auch eher positiv. Meiner Ansicht nach, hat die Kommunikation zugenommen, weil sich die Fahrer*innen jetzt auch eher mal untereinander helfen, wenn einer mal ein MEGGIE Problem hat oder etwas nicht gleich findet. Die Leute die sich vorher nicht unterhalten haben, werden sich dadurch natürlich auch nicht unterhalten.

Wie seid ihr bei den Interviews vorgegangen und wie bewertest du die Vorgehensweise?

Wir hatten eine Fragenlandkarte mit bestimmten Frageinseln. Wir haben die Fahrer*innen zu den Themen Arbeitsplatz, Beteiligung, MEGGIE und Kommunikation befragt. Das hat gut funktioniert. Ich denke, die Interviews sind wichtig. Im Rahmen der Projektarbeit habe ich festgestellt, dass innerhalb der Gesamtbelegschaft doch große Wissenslücken herrschen, was ein Fahrer/ eine Fahrerin so den ganzen Tag macht. Insofern waren die Interviews doch sehr wichtig für das Projekt und die Personen, die die Interviews durchgeführt haben und nicht so nah am Fahrberuf dran sind.

Wie geht’s weiter im Projekt?

Aktuell werten wir alle Interviews aus und entwickeln daraus Personas. Ich bin schon gespannt auf die fertigen Ergebnisse.

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